Uns allen läuft die Zeit davon – oder doch nicht?
Überbelichtet

Inspiriert von der Geschichte von Nightbirde untersucht „Überbelichtet“ die Spannung zwischen Sterblichkeit und dem Wunsch nach Unsterblichkeit. Wenn unsere digitalen Profile weiterleben und KI sie fortführt: Existieren wir dann nicht längst über unseren Tod hinaus? Uns allen läuft die Zeit davon. Jeden Tag. Denn sind wir mal ehrlich: irgendwann sterben wir alle. Oder doch nicht? Inspiriert von der wahren Geschichte der Sängerin Nightbirde setzt sich der interdisziplinäre Theaterabend Überbelichtet/Belichtungsreihe (AT) mit der Verträglichkeit von Sterblichkeit und Lebensträumen auseinander. Es geht um unser aller Sterblichkeit ob unseres Wunsches, unsterblich zu sein. Und vor allem geht es um die Frage, was unsere digitale Persona mit all dem zu tun hat. Wenn unsere Profile ewig weiterleben, tun wir das dann nicht auch? Ist es vielleicht längst so, dass wir das ewige Leben schon erreicht haben? Das, was von uns bleibt sind Bilder und Stories. Wohl überlegte Spuren, die langlebiger sind als die Aufbewahrungsfrist von Sterbeurkunden. Je bekannter wir sind, desto mehr Follower wir haben, desto größer ist dieses digitale Archiv unserer kuratierten Online-Präsenz. Wir leben auf ewig weiter. Und wenn die KI eingreift vielleicht sogar noch länger als ewig. Wie viel Leben steckt in einem digitalen Selbst, wie viel Trost kann es geben und wie endgültig kann ein Tod noch sein?

21. März um 20:00 Uhr

Gastspiel von Charlotte S. Garraway

Mit: Merlin-Felice Gläsner und Caroline Frank
Text und Regie: Charlotte S. Garraway
Ausstattung: Mayan T. Frank

Spiellänge: 60 Minuten

Altersempfehlung: für Menschen ab 14 Jahren

Gefördert von der Calenberg-Grubenhagenschen Stiftung und der Karin und Uwe Hollweg Stiftung